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Akute Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (aGVHD) schränkt oft die Durchführbarkeit und das Ergebnis der allogenen Stammzelltransplantation ein. Aktuelle pathophysiologische Konzepte der aGVHD beinhalten Konditionierungsregime, vom Spender abgeleitete T-Zellen, proinflammatorische Zytokine und bakterielles Lipopolysaccharid (LPS) als einen Hauptauslöser für aGVHD. LPS stammt hauptsächlich von gramnegativen Bakterien und kann durch die beeinträchtigte mukosale Barriere nach dem Konditionierungsregime in den Blutkreislauf gelangen. Probiotische Mikroorganismen haben sich als in der Lage gezeigt, die Zusammensetzung der intestinalen Mikrobiota zu verändern und damit entzündungshemmende Effekte zu vermitteln. Wir haben die Hypothese aufgestellt, dass die Modifikation der enteralen Flora mit dem probiotischen Mikroorganismus Lactobacillus rhamnosus GG die aGVHD verbessern würde. Hier zeigen wir, dass die orale Verabreichung von Lactobacillus rhamnosus GG vor und nach der Transplantation zu einer verbesserten Überlebensrate und reduzierter aGVHD führt. Darüber hinaus ergab die Subkultur von mesenterialem Lymphknotengewebe eine reduzierte Translokation von enteralen Bakterien. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Veränderung der intestinalen Mikrobiota eine wichtige Rolle bei der Einleitung der experimentellen aGVHD spielt.
Gerbitz et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.