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HINTERGRUND: Das Konzept, dass venöse Thromboembolie (VTE) und Atherosklerose zwei vollständig verschiedene Entitäten sind, wurde kürzlich in Frage gestellt, da Patienten mit VTE mehr asymptomatische Atherosklerose und mehr kardiovaskuläre Ereignisse haben als Kontrollpersonen. Wir führten eine Meta-Analyse durch, um die Assoziation zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und VTE zu bewerten. METHODEN UND ERGEBNISSE: Die Medline- und EMBASE-Datenbanken wurden durchsucht, um Studien zu identifizieren, die die Prävalenz der wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren bei VTE-Patienten und Kontrollpersonen bewerteten. Studien wurden anhand vordefinierter Kriterien ausgewählt, und jede Studie wurde von zwei Autoren überprüft, die Daten zu den Studienmerkmalen, der Studienqualität und den Ergebnissen abstrahierten. Odds Ratios oder gewichtete Mittelwerte und 95% Konfidenzintervalle (CIs) wurden dann berechnet und unter Verwendung eines randomisierten Effektemodells zusammengeführt. Die statistische Heterogenität wurde durch den Einsatz von Chi2- und I2-Statistiken bewertet. Einundzwanzig Fall-Kontroll- und Kohortenstudien mit insgesamt 63.552 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien. Im Vergleich zu Kontrollpersonen betrug das Risiko für VTE 2,33 bei Fettleibigkeit (95% CI, 1,68 bis 3,24), 1,51 bei Bluthochdruck (95% CI, 1,23 bis 1,85), 1,42 bei Diabetes mellitus (95% CI, 1,12 bis 1,77), 1,18 beim Rauchen (95% CI, 0,95 bis 1,46) und 1,16 bei Hypercholesterinämie (95% CI, 0,67 bis 2,02). Die gewichteten Mittelwerte der hochdichten Lipoproteincholesterinwerte waren bei VTE-Patienten signifikant niedriger, während kein Unterschied bei den Gesamt- und niedrigdichten Lipoproteincholesterinwerten beobachtet wurde. Signifikante Heterogenität zwischen den Studien war in allen Untergruppen vorhanden, außer in der Untergruppe Diabetes mellitus. Höherwertige Studien waren homogener, und signifikante Assoziationen blieben unverändert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Kardiovaskuläre Risikofaktoren sind mit VTE assoziiert. Diese Assoziation ist klinisch relevant in Bezug auf individuelles Screening, Modifikation der Risikofaktoren und primäre sowie sekundäre Prävention von VTE. Prospektive Studien sollten die zugrunde liegenden Mechanismen dieser Beziehung weiter untersuchen.
Ageno et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.