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Das aus den Samen von Dill (Anethum graveolens L.) extrahierte ätherische Öl wurde in dieser Studie als potenzielle Quelle eines umweltfreundlichen antimykotischen Mittels nachgewiesen. Um den Mechanismus der antimykotischen Wirkung weiter zu erhellen, wurde der Effekt des ätherischen Öls auf die Plasmamembran und Mitochondrien von Aspergillus flavus untersucht. Der Schaden in der Plasmamembran wurde durch Durchflusszytometrie festgestellt und weiter durch die Hemmung der Ergosterolsynthese verifiziert. Das ätherische Öl verursachte morphologische Veränderungen in den Zellen von A. flavus und eine Reduktion der Ergosterolmenge. Darüber hinaus wurden das mitochondriale Membranpotential (MMP), die Acidifizierung des Außenmediums sowie die Aktivitäten der mitochondrialen ATPase und Dehydrogenase nachgewiesen. Die Akkumulation von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) wurde ebenfalls durch fluorometrische Tests untersucht. Die Exposition gegenüber Dillöl führte zu einem Anstieg des MMP und zur Unterdrückung des durch Glukose induzierten Rückgangs des äußeren pH-Werts bei 4 µl/ml. Eine Abnahme der ATPase- und Dehydrogenaseaktivitäten in A. flavus-Zellen wurde ebenfalls dosisabhängig beobachtet. Die oben genannten Funktionsstörungen der Mitochondrien verursachten eine ROS-Akkumulation in A. flavus. Eine Verringerung der Zellviabilität wurde durch die Zugabe von L-Cystein verhindert, was darauf hindeutet, dass ROS ein wichtiger Mediator der antimykotischen Wirkung von Dillöl sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die antimykotische Aktivität von Dillöl aus seiner Fähigkeit resultiert, die Permeabilitätsbarriere der Plasmamembran zu stören und aus der durch Mitochondrienfunktionsstörungen induzierten ROS-Akkumulation in A. flavus.
Tian et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.