Key points are not available for this paper at this time.
HINTERGRUND: Die Suizid- und psychischen Gesundheitsraten sind in Umgebungen (Nachbarschaften und Institutionen), in denen Individuen nur schwache soziale Bindungen haben, sozial isoliert sind und Anomie erfahren – ein Missverhältnis zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Normen und Werten – hoch. Junge Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule, aber der Einfluss des Schulkontexts (Schulverbundenheit, Ethos und kontextuelle Faktoren wie Schulgröße oder Konfession) auf das Suizidrisiko ist wenig erforscht. Unser Ziel ist es, zu untersuchen, ob der Schulkontext mit den Raten von versuchtem Suizid und Suizidrisiko im Alter von 15 Jahren sowie Selbstverletzung im Alter von 19 Jahren in Verbindung steht und dies unter Berücksichtigung von Störfaktoren. METHODEN: Eine longitudinal angelegte schulbasierte Umfrage mit 1698 jungen Menschen, die im Alter von 11 Jahren (Grundschule), 15 Jahren (Sekundarschule) und im frühen Erwachsenenalter (Alter 19) befragt wurden. Die Teilnehmer gaben Daten zu versuchtem Suizid und Suizidrisiko im Alter von 15 Jahren sowie zu absichtlicher Selbstverletzung im Alter von 19 Jahren an. Darüber hinaus wurden Daten zur psychischen Gesundheit im Alter von 11 Jahren, zum sozialen Hintergrund (Geschlecht, Religion usw.) erhoben, und im Alter von 15 Jahren die Wahrnehmung des Wohngebiets (z. B. Nachbarschaftszusammenhalt, Sicherheit/Höflichkeit und Einrichtungen), die Schulverbundenheit (Schulengagement, Beteiligung usw.) und den Schulkontext (Größe, Konfession usw.). Eine Dummy-Variable wurde erstellt, die ein religiöses 'Missverhältnis' anzeigte, bei dem Schüler einen anderen Glauben als die Konfession ihrer Schule hatten. Die Daten wurden mit einer mehrstufigen logistischen Regression analysiert. ERGEBNISSE: Nach Anpassung für Störfaktoren war der Versuch eines Suizids, das Suizidrisiko und Selbstverletzung bei Schülern mit geringer Schulverbundenheit wahrscheinlicher (15-18 % Anstieg der Chancen für jede SD-Veränderung im Engagement). Während das Festhalten an katholischen religiösen Überzeugungen schützend war, war der Besuch einer katholischen Schule ein Risikofaktor für suizidales Verhalten. Dieses Muster wurde durch das religiöse 'Missverhältnis' erklärt: Schüler einer anderen Religion als ihrer Schule waren ungefähr 2-4 Mal wahrscheinlicher, einen Suizid zu versuchen, suizidgefährdet zu sein oder sich selbst zu verletzen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Mit mehreren Vorbehalten fanden wir Unterstützung für die Bedeutung des Schulkontexts für Suizidalität und Selbstverletzung. Schulpolitiken, die die Schulverbundenheit fördern, sind unstrittig. Die Entwicklung einer Politik zur Verringerung von Risiken für Schüler, die einen anderen Glauben als ihre Schule haben, könnte problematischer sein.
Young et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.