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Immunsuppressive Medikamente können bei bis zu 20 % der Lebertransplantatempfänger vollständig abgesetzt werden, die allgemein als "operativ" tolerant bezeichnet werden. Eine detaillierte immunologische Charakterisierung dieser Patienten wurde jedoch nicht durchgeführt, und es fehlen Tests, die in der Lage sind, tolerante Patienten unter denen, die eine universelle Immunsuppressionsbehandlung erhalten, zu identifizieren. In der aktuellen Studie haben wir eine Vielzahl biologischer Merkmale im peripheren Blut von operativ toleranten Leberempfängern analysiert, um einen multiparametrischen "Fingerprint" der Toleranz zu definieren. Daher haben wir Profile der Genexpression im peripheren Blut und umfangreiche Immunphänotypisierung von Blutzellen bei 16 operativ toleranten Leberempfängern, 16 Empfängern, die eine fortlaufende immunsuppressive Therapie benötigen, und 10 gesunden Individuen durchgeführt. Das Microarray-Profiling identifizierte eine Genexpressionssignatur, die tolerant empfangene Patienten mit hoher Genauigkeit von immunsuppressionsabhängigen Patienten unterscheiden konnte. Diese Signatur umfasste Gene, die für gammadelta T-Zellen und NK-Rezeptoren sowie für Proteine kodieren, die bei der Zellproliferationsarrestierung beteiligt sind. Darüber hinaus wiesen tolerante Empfänger signifikant größere Zahlen zirkulierender potenziell regulatorischer T-Zell-Untergruppen (CD4+ CD25+ T-Zellen und Vdelta1+ T-Zellen) auf als nicht-tolerante Patienten oder gesunde Individuen. Unsere Daten bieten neuartige mechanistische Einblicke in die operative Toleranz von Leberallografts und stellen einen ersten Schritt in der Suche nach einer nicht-invasiven diagnostischen Signatur dar, die in der Lage ist, Toleranz vorherzusagen, bevor eine Medikamentenreduktion erfolgt.
Martínez‐Llordella et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.
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