Key points are not available for this paper at this time.
Wenn nichts anderes, erfordert die demokratische Politik Kompromiss. Massenpolarisation, bei der Bürger stark unterschiedlicher Meinung sind und sich diese Meinungsverschiedenheiten über die Zeit verstärken, stellt offensichtliche Bedrohungen für das demokratische Wohl dar. Die überwältigende Annahme ist, dass, wenn Polarisation auftritt, ein erheblicher Teil davon auf die Fragmentierung zurückzuführen ist, die mit einem zunehmend wahlbeladenen Medienumfeld einhergeht, in dem sich Individuen nur bestimmten, ihre Meinungen verstärkenden Informationen aussetzen. Unter welchen Bedingungen tritt massenmäßige Meinungs-polarisation auf? Durch zwei zeitliche Laborversuche zu Verhaltensweisen bei der Informationswahl betrachtet dieses Papier zuerst die Auswirkungen der Neigung in der eigenen Informationsumgebung auf die Meinungsdynamik über die Zeit und zweitens die moderierende Rolle der Wichtigkeit der Einstellung auf diese Effekte. Die Experimente zeigen, dass trotz ähnlicher Informationssuchverhalten, diejenigen mit starken Einstellungen dogmatisch sind und sogar substantiellem gegenteiligen Beweis widerstehen; diejenigen mit schwachen Einstellungen hingegen hören gegenläufige Argumente und entwickeln gemäßigte Meinungen, unabhängig von der Häufigkeit dieser Argumente in ihrer Umgebung. Bewertungen von Informationen, und nicht das Informationssuchverhalten an sich, erklären, warum Individuen mit starken Einstellungen polarisiert sind und solche mit schwachen Einstellungen nicht. Polarisation scheint daher mehr als nur Medienfragmentierung zu erfordern und in der Tat könnte ein wichtigerer Faktor die Stärke der vorangegangenen Einstellungen der Bürger zu bestimmten Themen sein.
Thomas J. Leeper (Wed,) untersuchte diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: