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Ein großer Teil der aktuellen epidemiologischen Forschung basiert auf methodologischem Individualismus: der Vorstellung, dass die Verteilung von Gesundheit und Krankheit in Populationen ausschließlich durch die Merkmale von Individuen erklärt werden kann. Der vorliegende Artikel diskutiert die Notwendigkeit, Gruppen- oder Makroebenenvariablen in epidemiologische Studien einzubeziehen, um somit mehrere Determinierungsebenen in die Untersuchung von Gesundheitsoutcomes einfließen zu lassen. Diese Arten von Analysen, die als kontextuelle oder mehrdimensionale Analysen bezeichnet werden, fordern Epidemiologen heraus, theoretische Modelle der Krankheitsursache zu entwickeln, die über verschiedene Ebenen hinweg reichen und erklären, wie Gruppen- und Individuenebenenvariablen gemeinsam die Gesundheit und Krankheit beeinflussen. Sie bringen auch eine Reihe von methodologischen Fragen mit sich, darunter die Notwendigkeit, die geeignete kontextuelle Einheit und kontextuelle Variablen auszuwählen, das Individuenebenenmodell korrekt zu spezifizieren und in einigen Fällen die Residualkorrelation zwischen Individuen innerhalb von Kontexten zu berücksichtigen. Trotz ihrer Komplexität birgt die Multilevel-Analyse das Potenzial, die Rolle der Makroebenenvariablen bei der Gestaltung von Gesundheit und Krankheit in Populationen neu zu betonen.
Ana V. Diez–Roux (Sun,) hat diese Frage untersucht.