Key points are not available for this paper at this time.
Trotz zentraler Rollen im Staatsaufbau, in der wirtschaftlichen Entwicklung, sozialen Reproduktion und kulturellen Politik blieb Bildung am Rande des kritischen geografischen Denkens. Jüngste Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass Geografen die weitreichenden und tiefgreifenden Umstrukturierungen in den fortgeschrittenen kapitalistischen Bildungssektoren wahrnehmen. Dieses Papier betrachtet die Möglichkeiten für geografische Forschung zur (formalen) Bildung und umreißt eine spezifische Agenda für dieses aufstrebende Feld. Anstatt eine separate thematische Spezialisierung zu fördern, schlägt es die Entwicklung einer dezentrierten und nach außen gerichteten Literatur vor – in der Bildungssysteme, Institutionen und Praktiken als nützliche Orte für verschiedene Theoriebauprojekte positioniert werden. Das Papier skizziert mehrere Anwendungen dieses „vernetzten“ Ansatzes. „Über Bildung nachdenken“ – entweder als konstitutiver Moment oder als kritische Fallstudie sozialer Transformation – könnte Diskussionen über die Geografien der Neoliberalisierung, Globalisierung und Bildung einer Wissensökonomie informieren.
Claudia Hanson Thiem (Thu,) hat diese Frage untersucht.