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ZIELE: Prospektive Untersuchung, ob T1-Veränderungen im normal aussehenden weißen Nervengewebe (WM) und im normal aussehenden grauen Nervengewebe (GM) bei multipler Sklerose (MS) global oder regional sind und ihre Beziehung zum Erkrankungstyp. MATERIALIEN UND METHODEN: Die institutionelle Ethikkommission hat die Studie genehmigt; schriftliche Einwilligung wurde eingeholt. T1-Karten des gesamten Gehirns wurden bei 67 MS-Patienten und 24 gesunden Kontrollpersonen mit der dreidimensionalen schnellen Low-Angle Shot Flip Angle-Array-Methode unter Berücksichtigung von B(1)-Unvollkommenheiten erfasst. Eine Varianzanalyse wurde auf T1-Histogrammparametern des globalen normal aussehenden WM und GM durchgeführt. Regionale mittlere T1-Werte wurden mit einem mehrstufigen Ansatz analysiert. Eine multiple lineare Regressionsanalyse wurde durchgeführt, um Zusammenhänge mit klinischer Behinderung und Gesamtatrophie zu untersuchen. Für Patienten wurde die T2-Läsionslast bestimmt. ERGEBNISSE: T1-Histogramme des normal aussehenden WM zeigten bei MS-Patienten signifikant höhere Spitzenpositionen (792 msec +/- 36 bei sekundär progredienter SP MS) als bei Kontrollpersonen (746 msec +/- 23) und waren signifikant breiter und niedriger (alle P < .001). Histogramme für kortikales normal aussehendes GM waren signifikant verschoben (Spitzenpositionen, 1263 msec +/- 44 bei Kontrollpersonen und 1355 msec +/- 62 bei Patienten mit SP MS) (P < .001). Die Histogramm-Spitzenpositionen waren bei SP MS signifikant höher als bei schubförmiger-remittierender (RR) und primär progredienter MS (P < .05). Bei SP-Erkrankung waren mindestens 31% des normal aussehenden WM und 20% des kortikalen normal aussehenden GM betroffen. Bei MS war T1 in allen normal aussehenden WM- und kortikalen normal aussehenden GM-Regionen signifikant erhöht (alle P < .01), war jedoch nur im Thalamus im tiefen GM erhöht (P < .05). Die Histogramm-Spitzenposition des kortikalen T1 war mit klinischer Behinderung assoziiert; die T2-Läsionslast war es nicht. FAZIT: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein globaler Krankheitsprozess große Teile sowohl des normal aussehenden WM als auch GM bei MS beeinflusst und die Auswirkungen bei SP MS schlimmer sind als bei RR MS.
Vrenken et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.