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Der cerebellare Beitrag zu kognitiven Operationen und emotionalem Verhalten ist entscheidend abhängig von der Existenz plausibler anatomischer Grundlagen. Dieses Papier untersucht diese anatomischen Grundlagen, nämlich die Einbeziehung der assoziativen und paralimbischen Gehirnareale in die cerebrocerebelläre Schaltung bei nichtmenschlichen Primaten. Anhand der neu gewonnenen Informationen über dieses System werden vorgeschlagene Regeln abgeleitet und spezifische Hypothesen zum cerebellaren Funktion und der Beziehung zwischen Kleinhirn und nichtmotorischem Verhalten angeboten, wie folgt. (1) Die assoziative und paralimbische Einbeziehung in den cerebrocerebellären Kreis ist das anatomische Fundament des cerebellaren Beitrags zu Kognition und Emotion. (2) Es gibt eine topographische Organisation kognitiver und behavioraler Funktionen im Kleinhirn. Der Archicerebellum, Vermis und Fastigialkern sind hauptsächlich mit affektiver und autonomer Regulation sowie emotional relevanter Erinnerung befasst. Die cerebellaren Hemisphären und der dentate Kern befassen sich mit exekutiven, visuell-räumlichen, sprachlichen und anderen mnemonischen Funktionen. (3) Die Konvergenz von Eingängen aus mehreren assoziativen Gehirnregionen zu gemeinsamen Bereichen innerhalb des Kleinhirns erleichtert die cerebellare Regulation supramodaler Funktionen. (4) Der cerebellare Beitrag zur Kognition ist ein Modulations- und nicht ein Generierungsvorgang. Dysmetrie von (oder ataktischem) Denken und Emotion sind die klinischen Manifestationen einer cerebellaren Läsion im kognitiven Bereich. (5) Das Kleinhirn führt die gleichen Berechnungen für assoziative und paralimbische Funktionen durch wie für das sensorimotorische System. Die vorgeschlagenen Regeln und die allgemeinen und spezifischen Hypothesen, die in diesem Papier angeboten werden, sind mithilfe funktioneller Neuroimaging-Techniken testbar. Neuroanatomie und funktionelles Neuroimaging können somit gegenseitig vorteilhaft sein, um neue Konzepte der cerebellaren Funktion vorherzusagen und zu erklären.
Jeremy D. Schmahmann (Mon,) hat diese Frage untersucht.