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ZWECK: Validierte Biomarker, die die Antwort/Resistenz gegen Anthrazykline bei Brustkrebs vorhersagen, fehlen derzeit. Die neoadjuvante Studie „Trial of Principle“ (TOP), in der Patienten mit östrogenrezeptor-negativen Tumoren mit Anthrazyklinen (Epirubicin) monotherapeutisch behandelt wurden, wurde speziell entworfen, um den prädiktiven Wert von Topoisomerase II-α (TOP2A) zu bewerten und eine Genexpressionssignatur zu entwickeln, um diejenigen Patienten zu identifizieren, die nicht von Anthrazykline profitieren. PATIENTEN UND METHODEN: Die TOP-Studie umfasste 149 Patienten, von denen 139 für die Reaktionsvorhersage-Analysen ausgewertet werden konnten. Der primäre Endpunkt war die pathologische komplette Remission (pCR). TOP2A- und Genexpressionsprofile wurden mithilfe von Biopsien vor der Epirubicin-Behandlung bewertet. Genexpressionsdaten aus östrogenrezeptor-negativen Proben der EORTC (European Organisation for Research and Treatment of Cancer) 10994/BIG (Breast International Group) 00-01 und MDACC (MD Anderson Cancer Center) 2003-0321 neoadjuvanten Studien wurden zur Validierung verwendet. ERGEBNISSE: Eine pCR wurde bei 14% der evaluierten Patienten in der TOP-Studie erreicht. TOP2A-Amplifikation, jedoch nicht die Proteinüberexpression, war signifikant mit der pCR assoziiert (P ≤ .001 gegenüber P ≤ .33). Wir entwickelten einen auf Anthrazyklinen basierenden Score (A-Score), der drei Signaturen kombiniert: eine TOP2A-Gensignatur und zwei zuvor veröffentlichte Signaturen in Bezug auf Tumorinvasion und Immunantwort. Der A-Score zeichnete sich insgesamt und in den HER2-negativen und HER2-positiven Subpopulationen durch einen hohen negativen prädiktiven Wert (NPV; NPV, 0.98; 95% CI, 0.90 bis 1.00) aus. Die Leistung wurde unabhängig in den auf Anthrazyklinen basierenden Armen der beiden Validierungsstudien (BIG 00-01: NPV, 0.83; 95% CI, 0.64 bis 0.94 und MDACC 2003-0321: NPV, 1.00; 95% CI, 0.80 bis 1.00) bestätigt. FAZIT: Angesichts seines hohen NPV könnte der A-Score, wenn er weiter validiert wird, ein nützliches klinisches Werkzeug werden, um diejenigen Patienten zu identifizieren, die nicht von Anthrazykline profitieren, und ihnen so die nicht vernachlässigbaren Nebenwirkungen zu ersparen.
Desmedt et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.