Key points are not available for this paper at this time.
Urbanisierung wurde traditionell als ein Nebenprodukt der wirtschaftlichen Entwicklung verstanden, aber dieses Erklärungsrahmen versäumt es, das Phänomen der "Urbanisierung ohne Wachstum" zu berücksichtigen, das in Subsahara-Afrika in den 1980er und 1990er Jahren beobachtet wurde. Angesichts dieser offensichtlichen Anomalie argumentiere ich, dass Urbanisierung besser als ein globaler historischer Prozess verstanden wird, der durch Bevölkerungsdynamiken angetrieben wird, die mit technologischen und institutionellen Innovationen verbunden sind und die die Krankheitskontrolle und die Nahrungsmittelsicherheit in städtischen Siedlungen weltweit erheblich verbessert haben. Diese Innovationen traten erstmals im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert in Europa auf und wurden anschließend durch Kolonialismus, Handel und internationale Entwicklungszusammenarbeit verbreitet. Eine Vielzahl qualitativer und quantitativer Beweise wird präsentiert, um zu zeigen, dass diese historisch fundierte Theorie der Urbanisierung eine überzeugendere Erklärung für die stilisierten Fakten des urbanen Übergangs in Afrika und damit für den Prozess der weltweiten Urbanisierung im weiteren Sinne bietet als die traditionelle wirtschaftliche Erzählung.
Sean Fox (Fr,) untersuchte diese Frage.