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Abstract Da immer mehr Menschen das Alter als eine Zeit des Wachstums und der Produktivität erleben, ist eine theoretische Auseinandersetzung mit dem erfolgreichen Altern erforderlich. In diesem Papier geben wir einen Überblick über die historischen, gesellschaftlichen und philosophischen Belege für die tief verwurzelte, langanhaltende Ambivalenz gegenüber dem menschlichen Altern, die selbst die wissenschaftlichen Sichtweisen auf das Alter beeinflusst hat. In den letzten Jahren hat jedoch die Diskussion über die psychologischen und Verhaltensprozesse, die Menschen nutzen, um im späteren Leben neue Ziele zu erreichen und aufrechtzuerhalten, an Schwung gewonnen. Wir tragen zu dieser Diskussion das Metamodell der selektiven Optimierung mit Kompensation bei, entwickelt von Baltes und Baltes. Das Modell ist ein Metamodell, das versucht, wissenschaftliches Wissen über die Natur der Entwicklung und des Alterns mit dem Fokus auf erfolgreiche Anpassung darzustellen. Das Modell berücksichtigt Gewinne und Verluste gemeinsam, achtet auf die große Heterogenität im Altern und erfolgreichen Altern und sieht die erfolgreiche Bewältigung von Zielen angesichts der im fortgeschrittenen Alter endemischen Verluste als Ergebnis des Zusammenspiels der drei Prozesse: Selektion, Kompensation und Optimierung. Wir überprüfen Belege aus der biologischen und sozialwissenschaftlichen Literatur für jede Komponente und diskutieren neue Forschungsansätze zur Untersuchung der Interaktion der drei Prozesse.
Baltes et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.