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HINTERGRUND: Im August 2006 kündigte die australische Regierung an, dass Herceptin (Trastuzumab) dem nationalen Arzneimittel-Vorteilsprogramm (PBS) für die Behandlung mit adjuvanter Chemotherapie bei HER2-Brustkrebs hinzugefügt wird. Nach anfänglicher Zurückhaltung reagierte der Gesundheitsminister auf eine Kampagne von Patienten und Patientenvertretungsgruppen, indem er die PBS-Subventionierung ankündigte, die die Kosten einer wöchentlichen Dosis von A1000 auf A30 senkte. Die Kosten für die Regierung würden über drei Jahre hinweg A470 Millionen betragen, um schätzungsweise 2100 Frauen jährlich zu behandeln. ENTWURF: Wir analysierten die Nachrichtenrahmen, die in allen direkten und zugeschriebenen Aussagen (n=239) in der Fernsehnachrichtenberichterstattung über den Diskurs vor der Entscheidung der australischen Regierung zu Herceptin verwendet wurden. EINSTELLUNG: Fünf freie Fernsehsender in Sydney zwischen Oktober 2005 und August 2006. HAUPTERGEBNISMESSUNGEN: Nachrichtenrahmen oder Themen. ERGEBNISSE: Von fünf identifizierten Nachrichtenrahmen machte einer ('verzweifelte, kranke Frauen in doppelter Gefahr wegen rücksichtsloser Regierung/incompetente Bürokratie') 54 % aller berichteten Aussagen aus. Die finanzielle Sparsamkeit der Regierung wurde als verantwortlich für das Schicksal der Frauen dargestellt, wobei die Preisgestaltung der Arzneimittelindustrie nie erwähnt wurde. Die genannten Vorteile von Herceptin wurden oft mit dem Nichteintreten von Krebsrückfällen und Überleben vermischt und begünstigten eine Rhetorik der Quantifizierung, die prozentuale Verbesserungen betonte, anstatt die bescheideneren Zunahmen in der absoluten Überlebensrate. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Nachrichtenrahmen, die zentrale Grundsätze der 'Regel der Rettung' anriefen, dominierten den Fernsehdiskurs über Herceptin. Kliniker, Patienten, deren Familien und Patientenvertretungsgruppen, die die Regel der Rettung anrufen, können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, ihr Ziel der Erlangung des Zugangs zu teuren Gesundheitsleistungen wie Arzneimitteln zu erreichen. Eine rationale, kriterienbasierte öffentliche Gesundheitspolitik wird es schwer haben, dem imperativen der Regel der Rettung zu widerstehen.
MacKenzie et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.