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Das Wohl und die Zukunft von Asylsuchenden in Australien sind sehr umstrittene zeitgenössische Themen. Ergebnisse basierend auf einer Inhaltsanalyse von Pressemitteilungen aus 2001 und 2002 zeigen die unermüdlich negative Art und Weise, in der die Bundesregierung Asylsuchende darstellte. Während der negative Tenor der Regierung während des Untersuchungszeitraums konstant war, veränderten sich die spezifischen Bezugnahmen von ‚Bedrohung‘ über ‚Andere‘ bis hin zu ‚Illegalität‘ und ‚Last‘. Die negative Konstruktion von Asylsuchenden war eindeutig wandelbar. Eine Analyse der Berichterstattung in Zeitungen während desselben Zeitraums zeigt, dass die Medien größtenteils die Negativität und spezifischen Bezüge der Regierung übernahmen. Die Abhängigkeit der Medien von Regierungserklärungen und -sprechern erklärt zum Teil diese Beziehung. Die Ergebnisse unterstützen allgemein das ‚Propagandamodell‘, das eine pessimistische Sicht auf die kritischen Fähigkeiten der Nachrichtenmedien vertritt. Allerdings wichen die Medien nach einigen entscheidenden Ereignissen und Enthüllungen etwas von der unveränderlichen Haltung der Regierung ab. Offensichtlich gibt es Raum, den Fluss negativer Konstruktionen von der Regierung über die Medien bis hin zu den Zuschauern zu stören.
Klocker et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.