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Der in diesem Beitrag vorgestellte Ansatz zur Untersuchung von Organisationen basiert auf der expliziten Annahme von Mehrdeutigkeit hinsichtlich der Ziele und von Konflikten zwischen den Verhaltensnormen der Mitglieder des untersuchten sozialen Systems.1 Damit unterscheidet sich die vorliegende Analyse von traditionellen Ansätzen zur Organisationsforschung, die explizit oder implizit die Annahme einheitlicher oder eindeutiger Systemziele und nicht widersprüchlicher Mitgliederstandards in ihre Analyse einbeziehen. Der Aufbau des Papiers ist wie folgt: Zunächst wird der Entscheidungsprozess und das Managementverhalten in der sowjetischen Industrie beschrieben. Anschließend folgt, unter der Betrachtung der sowjetischen Industrie als eigenständiges soziales System, eine formale Analyse von Aspekten der Organisation dieses Systems. Abschließend wird diese Analyse genutzt, um Hypothesen über Organisationen vorzuschlagen, von denen man hofft, dass sie bei der Untersuchung anderer sozialer Systeme fruchtbar sein werden. Ziel ist nicht die Untersuchung der sowjetischen Industrieorganisation, sondern die Entwicklung dessen, was man nennen könnte
Andrew Frank (Mo.) untersuchte diese Frage.