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Eine Kohorte von 6168 schizophrenen Patienten wurde von 1957 bis 1984 beobachtet, um die Inzidenz von Krebs bei diesen Patienten zu bestimmen. Bei den männlichen schizophrenen Patienten wurde die Inzidenz von Krebs im Vergleich zur allgemeinen dänischen Bevölkerung signifikant reduziert. Diese Reduktion war besonders ausgeprägt für Krebs des Atmungssystems, Prostatakrebs und Blasenkrebs. Bei den weiblichen Patienten unterschied sich die Gesamtinzidenz von Krebs nicht von der der allgemeinen dänischen Bevölkerung, aber es gab ein erhöhtes Risiko für Krebs des Verdauungstrakts, insbesondere für Pankreaskrebs, und einen leichten Anstieg des Risikos für Brustkrebs. Bei den weiblichen Patienten war das Risiko für Atemwegskrebs und Krebs der weiblichen Geschlechtsorgane, insbesondere für Zervixkarzinom, verringert. Diese Veränderungen der Krebsinzidenz bei schizophrenen Patienten können nicht auf Unterschiede in der diagnostischen Genauigkeit zurückgeführt werden. Als mögliche Erklärung für diese Ergebnisse könnte eine reduzierte Exposition gegenüber bekannten Karzinogenen wie Zigarettenrauch relevant sein. Wir spekulieren, dass die Exposition gegenüber Neuroleptika wie Phenothiazinen und Reserpin ebenfalls Teil der Erklärung für die Ergebnisse sein könnte.
Preben Bo Mortensen (Wed,) studierte diese Frage.