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In der Risikoforschung wurde Kultur hauptsächlich als eine 'schwarze Box' der Unbekannten verwendet, in die 'Unregelmäßigkeiten' der Risiko-Perzeptionen, die nicht anders erklärt werden konnten, verwiesen werden können. In der Sozialanthropologie wird als selbstverständlich angesehen, dass das, was als 'Risikio' betrachtet wird, vollständig von kulturellen Rahmenbedingungen und Annahmen abhängt; Risiken sind kulturell definiert und ausgewählt. Dieser Artikel nimmt eine kritische Haltung gegenüber solchen vereinfachenden Vorstellungen über Risiko und Kultur ein. Kultur wird aus einer Perspektive der kognitiven Theorie betrachtet und daher als geteilte Schemata verstanden, die Kategorien, Beziehungen und Kontexte definieren und es ermöglichen, Bedeutungen zu verarbeiten und Informationen zu ordnen. Es wird argumentiert, dass, wenn wir erfolgreich Risiko kontextuell untersuchen wollen, ohne in ein relativistisches Durcheinander zu geraten, das lediglich zahlreiche unterschiedliche Risiko-Perzeptionen anerkennt, es notwendig ist, die angenommenen vereinfachenden kulturellen Natur des Risikos zu problematisieren.
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Åsa Boholm
Stockholm School of Economics
Ethnos
University of Gothenburg
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Åsa Boholm (Mi.) hat diese Frage untersucht.
synapsesocial.com/papers/6a11fb9cccefb17cd5ccd294 — DOI: https://doi.org/10.1080/0014184032000097722