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Der dramatische Anstieg der Ungleichheit in den Vereinigten Staaten in der letzten Generation hat erhebliche Aufmerksamkeit von Ökonomen erregt, aber auffallend wenig von Studierenden der amerikanischen Politik. Dies hat begonnen, sich zu ändern: In den letzten Jahren hat ein kleiner, aber wachsender Teil der politischen Wissenschaft zur steigenden Ungleichheit die standardmäßigen ökonomischen Erklärungen herausgefordert, die apolitische Prozesse des wirtschaftlichen Wandels betonen. Trotz der Raffinesse dieser neuen Forschungen gelingt es ihnen jedoch ebenfalls nicht, eine überzeugende Erklärung der politischen Ursachen und Auswirkungen der steigenden Ungleichheit zu liefern. Insbesondere teilen diese Studien mit den dominierenden ökonomischen Erklärungen drei Schwächen: (1) Sie spielen das unterscheidende Merkmal der amerikanischen Ungleichheit herunter – nämlich die extreme Konzentration der Einkommensgewinne an der Spitze der wirtschaftlichen Leiter; (2) Sie verfehlen die tiefgreifende Rolle der Regierungspolitik, die dieses „Winner-Take-All“-Muster schafft; und (3) Sie schenken der dramatischen langfristigen Transformation der organisatorischen Landschaft der amerikanischen Politik, die hinter diesen politischen Veränderungen liegt, wenig Aufmerksamkeit oder Gewicht. Diese Schwächen sind miteinander verknüpft und stammen letztendlich aus einer Auffassung von Politik, die den Einfluss (oder dessen Fehlen) des „Medianwählers“ in der Wahlpolitik betont, anstatt den Einfluss organisierter Interessen im Prozess der politischen Entscheidungsfindung. Eine Perspektive, die sich auf organisatorische und politische Veränderungen konzentriert – eine, die die bedeutenden politischen Verschiebungen identifiziert, die die wirtschaftliche Stellung derjenigen an der Spitze gestärkt haben, und diese Verschiebungen dann mit konkreten organisatorischen Bemühungen ressourcenreicher privater Interessen verbindet – liefert eine weitaus bessere Erklärung dafür, warum die amerikanische politische Ökonomie sich eigenartig nach dem Winner-Take-All-Prinzip entwickelt hat.
Hacker et al. (Montag) haben diese Frage untersucht.