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Der primate inferior temporale (IT) Kortex wird als Träger einer hochgradigen Objektrepräsentation an der Schnittstelle zwischen Wahrnehmung und Semantik angesehen. Dies legt nahe, dass die wahrgenommene Ähnlichkeit von realen Objekten aus der IT-Repräsentation vorhergesagt werden könnte. Hier zeigen wir, dass Objekte, die ähnliche Aktivitätsmuster im menschlichen IT (hIT) hervorrufen, von Menschen als ähnlich beurteilt werden. Die IT-Repräsentation erklärte die menschlichen Urteile besser als der frühe visuelle Kortex, andere ventrale Stream-Regionen sowie eine Reihe von computergestützten Modellen. Menschliche Ähnlichkeitsurteile wiesen Kategoriencluster auf, die mehrere kategoriale Unterteilungen wiedergaben, die in der IT-Repräsentation sowohl beim Menschen als auch beim Affen verbreitet sind, einschließlich der Unterteilung in belebte/unbelebte und in Gesicht/Körper. Menschliche Urteile spiegelten auch die innerkategoriale Repräsentation der IT wider. Allerdings transzendierten die Urteile die IT-Repräsentation, indem sie zusätzliche kategoriale Unterteilungen einführten. Insbesondere betonten menschliche Urteile menschlich verwandte zusätzliche Unterteilungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren sowie zwischen von Menschen geschaffenen und natürlichen Objekten. hIT war dem Affen-IT ähnlicher als den menschlichen Urteilen. Eine Interpretation ist, dass IT visuelle Merkmalsdetektoren entwickelt hat, die zwischen Belebtem und Unbelebtem sowie zwischen Gesichtern und Körpern unterscheiden, weil diese Unterteilungen für das Überleben und die Fortpflanzung aller Primatenarten grundlegend sind, und dass andere Gehirnsysteme flexibler dazu dienen, artspezifische und evolutionär jüngere Unterteilungen einzuführen.
Mur et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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