Die offene Valvotomie ohne infundibuläre Resektion bei schwerer valvulärer pulmonaler Stenose führte zu einer Normalisierung der Druckwerte im rechten Ventrikel und zur Regression der Hypertrophie nach 1 Jahr.
Fallbericht (n=3)
Drei Patienten, die unter Hypothermie wegen schwerer valvulärer pulmonaler Stenose operiert wurden, hatten nach offener Valvotomie Druckwerte im rechten Ventrikel von über 100 mm Hg. Die verbleibende Obstruktion, die durch Druckmessungen auf die subvalvuläre Region lokalisiert wurde, schien durch stark hypertrophierte Muskulatur im Ausflusstrakt des Ventrikels verursacht zu sein. Eine infundibuläre Resektion wurde nicht angestrebt. Elektrokardiographische Anzeichen einer hypertrophen rechten Kammer verschwanden allmählich, und die Herzkatheteruntersuchung etwa ein Jahr nach der Operation ergab normale oder nahezu normale Druckwerte im rechten Ventrikel. Die postoperative Verbesserung wird der Regression der Hypertrophie des rechten Ventrikels zugeschrieben, die auf die Beseitigung der Obstruktion an der Klappe folgte.
Engle et al. (1958) führten einen Fallbericht über schwere valvuläre pulmonale Stenose mit begleitender infundibulärer Stenose (n=3) durch. Die offene Valvotomie ohne infundibuläre Resektion wurde hinsichtlich Druck im rechten Ventrikel und elektrokardiographischer Anzeichen einer hypertrophen rechten Kammer evaluiert. Die offene Valvotomie ohne infundibuläre Resektion bei schwerer valvulärer pulmonaler Stenose führte zu einer Normalisierung der Druckwerte im rechten Ventrikel und zur Regression der Hypertrophie nach 1 Jahr.