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Die Variation des Fortpflanzungszeitpunkts als Reaktion auf lokale Umweltbedingungen ist ein Schlüsselfaktor, der den Fortpflanzungserfolg beeinflusst. Wir verwendeten 19 Jahre (1991 bis 2009) Daten zur Brutchronologie und zum Fortpflanzungserfolg von Adeliepinguinen Pygoscelis adeliae und Gentoo-Pinguinen P. papua auf King George Island, Antarktis, um Brutbeginn-Daten (CIDs), Schlupfraten und Brutpflege-Raten auf Populationsebene und individueller Ebene zu vergleichen. Die CIDs beider Arten traten früher bei höheren Temperaturen im Oktober auf, aber Gentoo-Pinguine passten ihre CIDs doppelt so stark pro °C Temperatur an wie Adeliepinguine. Gentoo-Pinguine zeigten auch geringere Varianzen in den Schlupf- und Brutpflege-Raten als Adeliepinguine, was darauf hindeutet, dass eine größere Fähigkeit, auf Umgebungsbedingungen zu reagieren, den Fortpflanzungserfolg puffern kann. Mixed-Effects-Modelle ergaben, dass individuelle und jahresspezifische Zufallseffekte auf den Gesamtdurchschnitt der Population die beobachtete Variation in CIDs am besten erklärten, wobei einige Individuen routinemäßig früher brüteten als andere. Unterschiede im relativen Fortpflanzungszeitpunkt boten jedoch keinen Vorteil für den langfristigen Fortpflanzungserfolg. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass unter Gentoo- und Adeliepinguinen die Plastizität der CIDs in Bezug auf Umweltbedingungen primär eine Reaktion auf Populationsebene und nicht auf individueller Ebene ist. Energetische Einschränkungen aufgrund kontrastierender Migrations- und Fastenverhalten tragen wahrscheinlich zu den unterschiedlichen Fähigkeiten bei, auf die Erwärmung der Frühlingstemperaturen zu reagieren. Insgesamt deutet die größere Reaktion der CIDs der Gentoo-Pinguine auf die Oktober-Temperatur und die geringere Variabilität im Fortpflanzungserfolg, trotz reduziertem Fortpflanzungserfolg bei verzögerter Fortpflanzung, darauf hin, dass Gentoo-Pinguine besser ausgestattet sind als Adeliepinguine, um sich an die rapide Erwärmung im Ökosystem der Antarktischen Halbinsel anzupassen.
Hinke et al. (2012) untersuchten diese Frage.
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