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Zusammenfassung Polycythaemia vera (PV) ist eine klonale hämatologische Erkrankung, die durch eine Hyperplasie der drei hauptsächlichen Knochenmarklinien gekennzeichnet ist. PV-erythroid Vorläuferzellen zeigen eine Hypersensitivität gegenüber mehreren Wachstumsfaktoren, die möglicherweise durch eine Abnormalität der Tyrosinphosphorylierung verursacht wird. In der vorliegenden Studie haben wir die Aktivität der Protein-Tyrosin-Phosphatase (PTP) in hochreinen erythroid Vorläuferzellen untersucht und festgestellt, dass die gesamte PTP-Aktivität in den PV-Zellen zwei- bis dreifach höher war als die in normalen Zellen. Die Proteinentrennung in Anionenaustausch- und Gel-Filtrationssäulen zeigte, dass die erhöhte Aktivität auf eine Haupt-PTP zurückzuführen war, die bei etwa 170 kD eluiert wurde. Dieses Enzym war empfindlich gegenüber PTP-Inhibitoren und reagierte nicht kreuzweise mit Antikörpern gegen SHP-1, SHP-2 oder CD45. Die subzelluläre Fraktionierung zeigte, dass die PTP mit der Membranfraktion lokalisiert war, wo ihre Aktivität bei PV-erythroiden Vorläufern dreifach erhöht war im Vergleich zu normalen Zellen. Während die erythroiden Vorläuferzellen fortschreitend reiften, nahm die Aktivität der PTP in den normalen Zellen schnell ab, jedoch in einem viel langsameren Tempo in den PV-Zellen. Diese Studien deuten darauf hin, dass eine potenziell neuartige Membran- oder membranassoziierte PTP, die eine signifikante PTP-Aktivität darstellt, eine wichtige Rolle bei der Proliferation und/oder dem Überleben menschlicher erythroider Vorläuferzellen spielen könnte und dass ihre Hyperaktivierung in PV-erythroiden Vorläufern für die erhöhte Erythropoese bei PV-Patienten verantwortlich sein könnte.
Sui et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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