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ZUSAMMENFASSUNG Studien über ältere lesbische, schwule, bisexuelle und transgender (LGBT) Erwachsene in der Wohnpflege weisen auf ihre Diskriminierung, Unsichtbarkeit und das Tabu auf LGBT-Lebensstile hin und fordern die Entwicklung einer „schwul-freundlichen“ Pflege. Dennoch mangelt es in der Literatur an Ansätzen, wie inklusive Wohnpflege für ältere LGBT-Personen geschaffen werden kann. Unser Ziel ist es, ein tiefgehendes Verständnis für die Erfahrungen und Bedürfnisse älterer LGBT-Personen in Bezug auf ihre Inklusion und Teilnahme an Pflegeeinrichtungen zu erlangen, um zur Entwicklung einer inklusiven und reagierenden Pflege beizutragen, die strukturell die Sichtbarkeit, die ‚Stimme‘ und das Wohlbefinden von LGBT-Bewohnern erhöht. Reaktive, multinationale Forschung unter Verwendung von Interviews, teilnehmenden Beobachtungen und Fokusgruppen wurde in drei Altenpflegeheimen in den Niederlanden durchgeführt. Eine thematische, interpretative Analyse wurde durchgeführt. LGBT-Teilnehmer berichteten von sozialer Ausgrenzung und dem Bedürfnis, sich sicher und zu Hause zu fühlen und man selbst zu sein. Exklusive Aktivitäten für LGBT-Personen fördern persönliche und relationale Ermächtigung. Allerdings scheinen heterogene Aktivitäten entscheidend zu sein, um mit stereotypen Bildern, Heteronormativität und einer Gleichheit-als-Gleichheit-Diskurs umzugehen, die die Kultur und die tägliche Praxis in den Heimen beeinflusst haben und die Position älterer LGBT-Personen negativ beeinträchtigt haben. Zur Entwicklung schwul-freundlicher Altenpflege müssen ausschließende soziale Normen angesprochen werden. Der dialogische Austausch von Erzählungen kann helfen, LGBT-Ältere zu ermächtigen und das Verständnis und die gemeinsame Verantwortung zwischen LGBT- und heterosexuellen älteren Menschen sowie Fachleuten zu fördern.
Leyerzapf et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.