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Neuere experimentelle Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Negation für Kinder mit Leseproblemen besonders herausfordernd ist. Diese Studie untersucht, wie junge schwache Leser, die Mandarin-Chinesisch sprechen, bejahende und verneinende Sätze im Vergleich zu einer Altersgruppe typischer Leser verstehen. Vierundvierzig chinesische Kinder wurden mit einer Aufgabe zur Wahrheitswertbeurteilung getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass verneinende Sätze schwieriger zu verarbeiten waren als bejahende, unabhängig von der Unterscheidung zwischen schwachen und typischen Lesern. Zudem schnitten schwache Leser beim Verstehen von Sätzen schlechter ab als typische Leser, unabhängig davon, ob es sich um bejahende oder verneinende Sätze handelte. Wir interpretieren die Ergebnisse als (a) Bestätigung der Zwei-Schritte-Simulationshypothese, basierend auf dem Ergebnis, dass die Schwierigkeit bei der Verarbeitung von Negationen eine allgemeine Gültigkeit hat (die in pragmatisch passenden Kontexten anhält), und (b) als Widerlegung der Aussage, dass Negation, was die Verhaltensdaten betrifft, als zuverlässiger linguistischer Prädiktor für Leseprobleme verwendet werden kann.
Hu et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.