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Dieser Artikel konzentriert sich auf die Auswirkung von Emotionen auf die internationale Identität und Handlungsfähigkeit der Europäischen Union (EU) im Kontext des Gedächtnisses an Trauma. Emotionen werden als Leistungen verstanden, durch die ein Akteur sich anderen gegenüber ausdrückt, während er seine Identität konstruiert, seine Handlungsfähigkeit erschafft und potenziell die soziale Ordnung beeinflusst. Es wird argumentiert, dass das Gedächtnis an Trauma in die Praxis der Außenpolitik der EU durch emotionale Darstellungen von EU-Vertretern übersetzt wird. Empirisch untersuchen wir diese Auswirkung in Bezug auf das Engagement der EU im langanhaltenden Konflikt zwischen Israel und Palästinensern, dessen viele zugrunde liegenden Emotionen mit vergangenen traumatischen Erfahrungen verbunden sind. Damit zielen wir darauf ab, eine Diskussion zwischen der Literatur über Emotionen in den Internationalen Beziehungen und der Literatur über die Europäische Union anzustoßen, um das Verständnis der Politik der Emotionen zu nuancieren, die zunehmend einschränkt, welche Art von globalem Akteur die EU tatsächlich ist oder werden kann.
Pace et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.