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Die Prinzipien des Ansatzes ‚Gesundheit in allen Politiken‘ (HiAP) sind nicht neu. Ihre internationalen Wurzeln können bis ins Jahr 1978 und die Alma-Ata-Deklaration sowie die Ottawa-Charta von 1986 zurückverfolgt werden. In Finnland reichen die Wurzeln von HiAP bis 1972 zurück, als der Wirtschaftsrat Finnlands, geleitet vom Premierminister, den ‚Bericht der Arbeitsgruppe zur Erforschung der Gesundheitsziele‘ veröffentlichte. Das Dokument erörtert die Geschichte, die Begründung und die Umsetzung der Prinzipien, die dem umfassenden Konzept von HiAP zugrunde liegen. Es wird eine Begründung für die Einführung eines neuen Konzepts – HiAP im Jahr 2006 während der finnischen EU-Präsidentschaft – gegeben. Der Fokus liegt hier auf der Umsetzung von HiAP. Internationales Material, das die Umsetzung unterstützt, wird vorgestellt und praktische Beispiele aus Finnland präsentiert. Das Benchmarking-System zur Kapazitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung wird eingeführt, da es als primäre Informationsquelle zur Überwachung und Bewertung von HiAP in Finnland auf lokaler Ebene verwendet wurde. Die Erfahrungen aus Finnland zeigen deutlich, dass HiAP als Ansatz und Arbeitsweise langfristiges Engagement und visionäres Denken erfordert. Für die sektorübergreifende Zusammenarbeit ist es entscheidend, Daten über Gesundheit und Gesundheitsdeterminanten sowie Analysen der Zusammenhänge zwischen Gesundheitsoutcomes, Gesundheitsdeterminanten und Politiken über Sektoren und Governance-Ebenen hinweg zu haben. Intersektorale Strukturen, Prozesse und Werkzeuge zur Identifizierung von Problemen und Lösungen, Entscheidungen und zur Umsetzung über Sektoren hinweg sind Voraussetzungen für HiAP. Gesetzliche Unterstützung hat sich als nützlich erwiesen, insbesondere um Kontinuität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Timo Ståhl (Thu,) hat diese Frage untersucht.