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Die Ergänzung des bankbasierten Systems Europas mit tieferen Kapitalmärkten und mehr grenzüberschreitender finanzieller Integration verspricht Vorteile, doch trotz langanhaltender Debatten und politischen Maßnahmen bleibt der Wandel im Finanzsystem langsam. Fintech hat das Potenzial, die Strukturen der finanziellen Intermediation erheblich zu verändern. Es könnte die bestehende Intermediation mit neuen Geschäftsmodellen stören, die durch intelligente Algorithmen, Big Data, Cloud-Computing und künstliche Intelligenz gestärkt werden. Geringere Kosten und potenziell bessere Verbrauchererfahrungen könnten die treibenden Kräfte sein. Dennoch bleibt Fintech empirisch sehr klein, insbesondere in der Europäischen Union (EU). Selbst der größte Fintech-Markt in China ist im Vergleich zur gesamten finanziellen Intermediation von marginaler Größe. In der EU ist ein Großteil des Fintech im UK konzentriert. Wir argumentieren, dass die politischen Entscheidungsträger dringend vier Fragen berücksichtigen müssen. (i) Einen europäischen oder nationalen Fintech-Markt entwickeln? (ii) Welches regulatorische Umfeld anstreben? (iii) Sollte die Aufsicht über Fintech auf europäischer Ebene ausgeübt werden? (iv) Was ist die Gesamtvision für das Finanzsystem der EU? Die richtigen Antworten auf diese Fragen frühzeitig in der Marktentwicklung zu finden, stellt eine Gelegenheit dar, ein stabiles und kosteneffizientes Finanzsystem zu gestalten. Im Gegensatz dazu könnte späte Maßnahmen bedeuten, dass Europa gegen ausländische Wettbewerber verliert und eine Gelegenheit verpasst, die finanzielle Intermediation in Europa zu verbessern.
Demertzis et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.