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Offizielle internationale Wirtschaftsstatistiken werden allgemein als genaue und bedeutungsvolle Messgrößen für die grenzüberschreitenden Handels- und Kapitalströme angesehen. Die meisten Datenbenutzer gehen auch davon aus, dass die Qualität der zugrunde liegenden Daten im Laufe der Zeit immer besser wird. Durch eine umfassende Überprüfung der nationalen Rechnungslegungsliteratur, archivarische Forschung, zwei Dutzend Interviews mit hochrangigen Statistikern und eine Reihe von Datentestqualitäten bewerten wir diese gängige Ansicht für die primäre Datenquelle über Handels- und Kapitalströme: die Zahlungsbilanzstatistik (BOP) des Internationalen Währungsfonds. Unsere Bewertung zeichnet ein weniger rosiges Bild: Die berichteten Zahlen sind weit weniger genau, als sie typischerweise angenommen werden, und entsprechen oft nicht den theoretischen Konzepten, mit denen Benutzer sie assoziieren. Gleichzeitig verschlechtert sich die Messqualität im Laufe der Zeit, da die Transnationalisierung der wirtschaftlichen Produktion allmählich die Gültigkeit der BOP-Statistiken untergräbt. Unsere Ergebnisse werfen ernsthafte Fragen über die weit verbreitete Verwendung dieser Zahlen auf, mit ihrer trügerischen Vorhaltung an Genauigkeit, in der wissenschaftlichen Forschung und in der öffentlichen Debatte über die internationale politische Ökonomie.
Linsi et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.