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Hintergrund: Laut bevölkerungsbasierten Studien, die die Krankheitsprävalenz schätzen, erhalten die meisten Patienten, die in Schwindelkliniken evaluiert werden, eine einzelne vestibuläre Diagnose. Es gibt jedoch zunehmend Literatur, die die Auffassung stützt, dass verschiedene vestibuläre Störungen miteinander verbunden sind und häufig unterdiagnostiziert werden. Ziel: Angesichts der Komplexität und Fülle dieser Wechselbeziehungen schlagen wir einen umfassenderen konzeptionellen Rahmen für die vestibuläre Diagnostik vor, der dieses Netzwerk von Zusammenhängen ausdrücklich anerkennt und somit die vestibuläre Differentialdiagnose besser informiert. Methoden: Es wurde eine narrative Überprüfung unter Verwendung der PubMed-Datenbank durchgeführt. Artikel wurden eingeschlossen, wenn sie eine Kohorte von Patienten definierten, die eine spezifische vestibuläre Diagnose erhielten. Die Wechselbeziehungen zwischen vestibulären Störungen wurden analysiert und innerhalb eines konzeptionellen Rahmens eingeordnet. Ergebnisse: Die Häufigkeit von Patienten, die derzeit in der Schwindelklinik mehrere vestibuläre Diagnosen erhalten, beträgt ca. 3,7 % (1263/33.968 Patienten). Die häufigsten vestibulären Diagnosen in der Schwindelklinik umfassen benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPPV), vestibuläre Migräne, vestibuläre Neuritis und Morbus Ménière. Schlussfolgerungen: Eine Überprüfung der Literatur zeigt ein komplexes Netzwerk von Verbindungen zwischen verschiedenen vestibulären Störungen wie BPPV, vestibulärer Migräne, Morbus Ménière, vestibulärer Neuritis, bilateraler Vestibulopathie, Dehiszenzsyndrom des vorderen Bogengangs, anhaltendem posturalen Wahrnehmungsschwindel, Angst, Kopfverletzungen und Alterung, unter anderem.
Zhu et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.