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Seit der Jahrhundertwende hat sich die Landschaft der Entwicklung in Afrika dramatisch verändert. China hat seine Entwicklungshilfe und Investitionen in der Region erheblich ausgeweitet und damit den Westen als Afrikas wichtigsten Entwicklungspartner an den Rand gedrängt. Was in der China-Afrika-Forschung jedoch weitgehend fehlt, ist die Aufmerksamkeit dafür, wie die neue chinesische Präsenz in Afrika sowohl in alltägliche soziale Beziehungen eingebettet ist als auch diese verändert. Dieser Artikel untersucht diese Fragen in einer ländlichen Umgebung in Uganda, die sich mitten in einer großangelegten Transformation in einen von China finanzierten Industriepark befindet. Es zeigt sich, dass die komplexen neuen Politiken der chinesischen Entwicklungshilfe eng mit bestehenden sozialen Ungleichheiten in Bezug auf Politik, Klasse, Ethnizität und Rasse verflochten sind und diese oft verschärfen. Konzeptuell zeigen diese Dynamiken die Notwendigkeit auf, zu überdenken, wie wir Entwicklung als ein transnationales Feld sozialer Praxis rahmen. China ist mehr als ein Ausreißer im globalen Entwicklungsfeld und sollte stattdessen als Verfolger einer eigenen Form der Entwicklung angesehen werden, die ich „entwicklungspraktischen Pragmatismus“ nenne. Wie diese Fallstudie zeigt, dreht sich dieser entwicklungspraktische Pragmatismus oft um Synergien zwischen dem geschäftsorientierten Entwicklungsansatz der Chinesen und den Prioritäten autoritärer Regierungen – Synergien, die viel größere kritische Aufmerksamkeit erfordern.
Robert Wyrod (Di,) hat diese Frage untersucht.