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Hintergrund: In den letzten Jahren wurde die Thematik der ‚Mikrodosierung‘ von Psychedelika öffentlich diskutiert, wobei Behauptungen über ihre positiven Auswirkungen auf den Gemütszustand und kognitive Prozesse wie Konzentration aufgestellt wurden. Es gibt jedoch nur sehr wenige wissenschaftliche Studien, die dieses Thema speziell behandelt haben, und es besteht kein einheitlicher wissenschaftlicher Konsens darüber, was Mikrodosierung ist. Ziel: Dieses kritische Papier soll Fragen ansprechen, die durch zukünftige wissenschaftliche Studien beantwortet werden müssen, und Richtlinien für diese Studien anbieten. Ansatz: Aufgrund der möglichen Genehmigung für den klinischen Einsatz und der kurzzeitigen Pharmakokinetik liegt unser Fokus überwiegend auf Psilocybin. Psilocybin ist angeblich, neben Lysergsäurediethylamid (LSD), eines der beiden am häufigsten verwendeten Psychedelika zur Mikrodosierung. Wo relevant und verfügbar, werden auch Daten zu anderen psychedelischen Drogen erwähnt. Fazit: Es wird festgestellt, dass während die meisten anekdotischen Berichte sich auf die positiven Erfahrungen mit Mikrodosierung konzentrieren, zukünftige Forschungen auch potenzielle Risiken von (multiplizierten) Verabreichungen eines Psychedelikas in niedrigen Dosen berücksichtigen sollten. Zu diesem Zweck müssen (prä)klinische Studien durchgeführt werden, die biologische (z.B. Herzfrequenz, Rezeptorumsatz und -belegung) sowie kognitive (z.B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit) Parameter einbeziehen und Aufschluss über die potenziell negativen Folgen der Mikrodosierung geben können.
Kuypers et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.