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Hintergrund: Medikamentenüberschneidungen, die zu Medikamentenüberschüssen führen, sind eine Form der therapeutischen Duplikation, die selbst eine Art von potenziell unangemessener Verschreibung darstellt. Ziel: Die Prävalenz potenzieller Medikamentenüberschüsse in der Veterans Health Administration (VHA) zu bestimmen und begleitende Faktoren auf Medikamentenebene, Patientenebene und Systemeebene zu identifizieren. Forschungsdesign: Eine retrospektive Datenbankstudie. Probanden: Alle Veteranen, die im Haushaltsjahr 2014 mindestens ein Rezept von einer VHA-Apotheke erhalten haben. Messgrößen: Das primäre Ergebnis von „Medikamentenüberschuss“ wurde für jeden Patienten als Anzahl der überschüssigen Tage an Medikamenten für alle Überschneidungsepisoden (gleichzeitig ausgegebene Medikamente mit demselben Namen für >10 Tage) definiert. Prädiktoren umfassten Faktoren auf Medikamentenebene, Patientenebene und Systemeebene. Multivariable negative binomiale Regressionsanalysen schätzten das Häufigkeitsverhältnis jedes Prädiktors mit Medikamentenüberschuss. Ergebnisse: Von 4.687.453 Veteranen hatten 64 % mindestens eine Medikamentenüberschneidung. Den Patienten wurden median 7 (IQR, 3–12) einzigartige Medikamente verordnet, sie hatten median 2 (IQR, 0–5) Überschneidungsepisoden und median 27 (IQR, 0–96) Tage Medikamentenüberschuss. In angepassten Regressionsmodellen waren Faktoren, die mit einem höheren Risiko für Medikamentenüberschuss assoziiert waren, mehr Begleiterkrankungen, mehrere Verschreiber, eine Kombination von Abgabestandorten (zentrale Versandapotheke vs. lokale Apotheke) und mehrere Verschreibungsdauern (≥90 Tage vs. weniger). Schlussfolgerungen: Der Medikamentenüberschuss war hoch unter VHA-Nutzern, wobei fast zwei Drittel der Patienten mindestens ein dupliziertes Medikament erlebten. Da Systeme wie Versandapotheken und 90-Tage-Vorräte zunehmend implementiert werden, um die Kosten zu senken und die Medikamentenadhärenz zu verbessern, ist es wichtig, das Potenzial für systemische Ineffizienzen und potenziell unangemessene Verschreibungen zu erkennen.
Linsky et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.