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Die Produktion von Cannabinoiden zu medizinischen Zwecken hat das Interesse an der Nutzung von Nebenprodukten des Industriehanfs (IH) als Futtermittelquelle für Nutztiere erneuert. Allerdings kann das Vorhandensein von bioaktiven Rückständen in tierischen Geweben ein Risiko für Verbraucher darstellen. Ziel dieser Studie war es, die Plasma-Pharmakokinetik (PK) von Cannabinoiden und deren Metaboliten bei Rindern nach einer einmaligen oralen Exposition gegenüber IH zu charakterisieren. Acht kastrierte männliche Holsteinkälber erhielten eine einmalige orale Dosis von 35 g IH, um eine Zieldosis von 5,4 mg/kg Cannabidiolsäure (CBDA) zu erreichen. Blutproben wurden 96 Stunden nach der Dosisentgabe entnommen. Die Plasmakonzentrationen von Cannabinoiden wurden mittels Flüssigkeitschromatographie in Verbindung mit Massenspektrometrie (UPLC) profiliert, und die PK-Parameter wurden mit nicht-kompartmentalen Methoden berechnet. Die Cannabinoide CBDA, Tetrahydrocannabinolsäure-A (THCA-A), Cannabidivarsäure (CBDVA) und Cannabichromensäure (CBCA) wurden nach der IH-Gabe bei allen Rindern nachgewiesen. Die geometrisch mittlere maximale Konzentration von CBDA von 72,7 ng/mL wurde 14 Stunden nach der Verabreichung beobachtet. Die geometrisch mittlere Halbwertszeit von CBDA betrug 14,1 Stunden. Es wurden keine Veränderungen in der biochemischen Analyse des Serums nach der IH-Gabe im Vergleich zu den Ausgangswerten beobachtet. Diese Ergebnisse zeigen, dass saure Cannabinoide, insbesondere CBDA, leicht aus dem Pansen aufgenommen und im gesamten Körper verteilt werden können.
Kleinhenz et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.