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Einleitung: Soziale Medien sind ein integrativer Bestandteil des täglichen Lebens geworden, mit schätzungsweise 3 Milliarden Nutzern weltweit. Jugendliche und junge Erwachsene sind die aktivsten Nutzer sozialer Medien. Die Forschung über soziale Medien hat schnell zugenommen, wobei der potenzielle Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und der psychischen Gesundheit sowie dem Wohlbefinden ein polarisiertes und vielstudiertes Thema geworden ist. Der derzeitige Stand des Wissens zu diesem Thema ist komplex und schwer nachvollziehbar. Die vorliegende Arbeit präsentiert eine Scoping-Review der veröffentlichten Literatur im Forschungsbereich der sozialen Mediennutzung und deren Zusammenhang mit psychischer Gesundheit und Wohlbefinden bei Jugendlichen. Methoden und Analyse: Zunächst wurden relevante Datenbanken nach geeigneten Studien mit einer Vielzahl relevanter Suchbegriffe zur Nutzung sozialer Medien sowie zur psychischen Gesundheit und zum Wohlbefinden der letzten fünf Jahre durchsucht. Identifizierte Studien wurden gründlich gesichtet und aufgrund zuvor festgelegter Kriterien ein- oder ausgeschlossen. Daten aus den aufgenommenen Studien wurden extrahiert und gemäß dem zuvor veröffentlichten Studienprotokoll zusammengefasst. Ergebnisse: Von den 79 Studien, die unsere Einschlusskriterien erfüllten, waren die überwiegende Mehrheit (94%) quantitativ, wobei ein Querschnittsdesign (57%) das häufigste Studiendesign war. Mehrere Studien konzentrierten sich auf verschiedene Aspekte der psychischen Gesundheit, wobei Depressionen (29%) der am häufigsten untersuchte Aspekt waren. Fast die Hälfte der einbezogenen Studien konzentrierte sich auf die Nutzung nicht näher spezifizierter sozialer Netzwerke (43%). Von den spezifizierten sozialen Medien war Facebook (39%) die am häufigsten untersuchte Plattform. Der am häufigsten verwendete Ansatz zur Messung der Nutzung sozialer Medien war Häufigkeit und Dauer (56%). Teilnehmer beider Geschlechter wurden in den meisten Studien einbezogen (92%), aber selten als erklärende Variable untersucht. 77% der einbezogenen Studien hatten die Nutzung sozialer Medien als unabhängige Variable. Fazit: Die Ergebnisse der aktuellen Scoping-Review zeigten, dass etwa ¾ der einbezogenen Studien sich auf soziale Medien und einen bestimmten Aspekt der Pathologie konzentrierten. Der Fokus auf den potenziellen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und positiven Ergebnissen scheint in der aktuellen Literatur seltener zu sein. Unter den einbezogenen Studien haben nur wenige zwischen verschiedenen Formen von (Inter-)Aktionen in sozialen Medien unterschieden, die wahrscheinlich unterschiedlich mit Ergebnissen der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens assoziiert sind.
Schønning et al. (Freitag) untersuchten diese Frage.