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Zusammenfassung Intergruppenkontakt ist ein etablierter Weg zur Verbesserung der intergruppalen Beziehungen. Die Forschung hat sich lange Zeit hauptsächlich auf positiven intergruppalen Kontakt und dessen Fähigkeit zur Verbesserung der intergruppalen Beziehungen konzentriert. Wenn Mitglieder unterschiedlicher Gruppen aufeinandertreffen, werden sie jedoch nicht nur positive, sondern möglicherweise auch negative intergruppale Kontakte erleben. Neuere Forschungen, die sowohl positiven als auch negativen intergruppalen Kontakt berücksichtigen, haben Bedenken hinsichtlich potenziell stärkerer Auswirkungen von negativem im Vergleich zu positivem Kontakt geäußert. Diese neuen Erkenntnisse und das zunehmende Bewusstsein für potenziell schädliche Auswirkungen von Kontakt könnten zu Zweifeln führen, ob es immer sinnvoll ist, Personen aus unterschiedlichen Gruppen zusammenzubringen. Unser Artikel aktualisiert zunächst die neuesten Überprüfungen der gemeinsamen Effekte von positivem und negativem intergruppalen Kontakt. Wir stellen fest, dass es keine klare Tendenz gibt, dass entweder positiver oder negativer intergruppaler Kontakt stärkere Auswirkungen auf die intergruppalen Beziehungen hat, und wir skizzieren Faktoren, die diese Effekte beeinflussen könnten. Solche Faktoren – zum Beispiel die früheren Erfahrungen eines Individuums – könnten eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Relevanz von negativem Kontakt in alltäglichen Situationen zu definieren. Wir antworten auf Aufforderungen, ein qualitatives Verständnis dafür zu erhöhen, welche Arten von Erfahrungen als intergruppaler Kontakt angesehen werden und wo intergruppaler Kontakt im Alltag aus einer Laienperspektive erlebt wird, mit neuen qualitativen Daten von britischen Weißen und britischen Asiaten. Unsere Ergebnisse zeigen, dass sowohl positiver als auch negativer Kontakt oft eher beiläufig ist und in öffentlichen Räumen und am Arbeitsplatz stattfindet. Interventionen, die diese Räume gezielt ansprechen, könnten helfen, mehr Menschen zu erreichen. Außerdem zeigen wir, dass positiver Kontakt viel häufiger ist als negativer Kontakt. Diese Erkenntnis wird im dritten Abschnitt bestätigt, der die relative Häufigkeit von positivem und negativem intergruppalen Kontakt überprüft. Schließlich diskutieren wir die Implikationen unserer Überprüfung für Praktiker und Forscher gleichermaßen.
Schäfer et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.