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Hintergrund: Gestationsdiabetes mellitus (GDM) ist die am weitesten verbreitete Stoffwechselerkrankung während der Schwangerschaft, jedoch bleibt die Assoziation zwischen Dyslipidämie und GDM unklar. Methoden: Wir haben Medline, Scopus, Web of Science, Cochrane, die Maternity and Infant Care-Datenbank (MIDIRS) und ClinicalTrials.gov bis Februar 2021 nach relevanten Studien durchsucht, die das zirkulierende Lipidprofil während der Schwangerschaft bei Frauen mit und ohne GDM berichteten. Veröffentlichungen, die Originaldaten mit mindestens einer Rohmessung von Lipidtriglyceriden (TG), Gesamtcholesterin (TC), hochdichtem Lipoproteincholesterin (HDL-C), niederdichtem Lipoproteincholesterin (LDL-C) oder sehr niederdichtem Lipoproteincholesterin (VLDL-C) enthielten, wurden beibehalten. Die Datenerfassung erfolgte mittels eines pilotierten Datenerfassungsformulars. Das Protokoll wurde bei PROSPERO registriert (CRD42019139696). Ergebnisse: Insgesamt wurden 292 Studien mit 97.880 schwangeren Frauen (28.232 GDM und 69.648 Kontrollen) einbezogen. Mit Hilfe von randomisierten Effekt-Modellen zur Pooling der Studienergebnisse hatten Frauen mit GDM signifikant höhere TG-Spiegel (um 20%), mit einer gepoolten gewichteten Mittelwertdifferenz zwischen GDM- und Nicht-GDM-Schwangerschaften von 0,388 mM (0,336, 0,439, p < 0,001). Weitere Analysen zeigten, dass erhöhte TG-Spiegel im ersten Trimester auftreten und danach bestehen bleiben. Metaregressionsanalysen ergaben, dass Unterschiede in den TG-Spiegeln zwischen Frauen mit GDM und gesunden Kontrollen signifikant mit Alter, BMI, Studienkontinent, OGTT-Verfahren und den Diagnosekriterien für GDM assoziiert waren. Interpretation: Erhöhte Lipide, insbesondere TG, sind mit GDM assoziiert.
Hu et al. (Do,) untersuchten diese Frage.