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Zusammenfassung Warum hat die zeitgenössische backlash gegen die Globalisierung in den Vereinigten Staaten einen so ausgeprägten autoritären Charakter? Wir argumentieren, dass ein anhaltender wirtschaftlicher Rückgang einen negativen Einfluss auf die soziale Identität historisch dominanter Gruppen hat. Diese Verluste führen dazu, dass Individuen eher bestrebt sind, die Konformität mit sozialen Normen durchzusetzen – das heißt, autoritärere Werte anzunehmen – um ihren sozialen Status zu bewahren, und dieser Effekt ist umso größer, je größer die Größe anderer Gruppen in der Bevölkerung ist. Zentral zu unserem Ansatz ist die Erwartung eines interaktiven Effekts lokaler wirtschaftlicher und demografischer Bedingungen bei der Formung von Werteantworten auf den wirtschaftlichen Rückgang. Der Artikel bewertet dieses Argument anhand einer originalen repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2017 in den Vereinigten Staaten. Wir stellen fest, dass Individuen, die in relativ vielfältigen Regionen leben und intensiverer Konkurrenz durch chinesische Importe gegenüberstehen, autoritärerer Werte haben. Darüber hinaus zeigt sich der stärkere Effekt des durch Globalisierung bedingten Rückgangs des Arbeitsmarktes in vielfältigeren Gebieten auch bei der Wahlentscheidung in der Präsidentschaftswahl 2016.
Ballard-Rosa et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.
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