Dieser Artikel analysiert, wie sich die administrativ-bürokratischen oder strukturellen Unterstützungsangebote für Mitglieder des Europäischen Parlaments (Sekretariatsmitarbeiter, Berater der politischen Gruppen und parlamentarische Assistenten) als Reaktion auf die formale Entwicklung des Europäischen Parlaments zu einer Legislaturperiode oder Parlamentarisierung verändert haben. Mit einer zeitlichen Perspektive zielt der Artikel darauf ab, die Bürokratisierung (als die Prozesse, durch die nicht gewählte Beamte die Aufgaben und Pflichten gewählter Vertreter erledigen) zu erklären, wie sie sich heute im EP präsentiert. Basierend auf Interviews und weiteren Daten zeigen die Ergebnisse, dass Veränderungen in den administrativ-bürokratischen Strukturen nicht immer rechtzeitig zur Parlamentarisierung des EP erfolgt sind, jedoch die administrative Kapazität des EP schrittweise gestärkt haben. Der Artikel argumentiert, dass administrative und politische Strukturen sich zu bestimmten Zeitpunkt unterschiedlich entwickeln und einander beeinträchtigen. Zudem diskutiert der Artikel die Auswirkungen der Mitarbeiterunterstützung auf die Demokratie. Die Analyse zeigt, dass die Vielfalt administrativer Strukturen eine Quelle für die Aufrechterhaltung der demokratischen Kontrolle im Parlament und die Begrenzung der Bürokratisierung ist.
Andreja Pegan (Sun,) untersuchte diese Frage.