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Obwohl soziale Medien oft als Antwort auf die Spaltungen der Menschheit angepriesen werden, klagen die Nutzer sozialer Medien auch über die Gewalt, die in digitalen Interaktionen ausgeführt wird. Ist digitale Interaktion in der Lage, die Hoffnung auf menschliche Gemeinschaft zu erfüllen? Wie sollten Personen durch soziale Medien kommunizieren? Ein grundlegendes Verständnis von ethischer Kommunikation ist entscheidend für die Beantwortung dieser Fragen. Die philosophische Analyse von relationalem Frieden durch Martin Buber und Emmanuel Levinas legt den Grundstein für eine Ethik der dialogischen Kommunikation, die alltägliche Interaktionen leiten kann. Während Individuen dem Aufruf der unendlichen Verantwortung für andere und der Stärke des Daseins, die aus einer echten Begegnung mit anderen entsteht, nachgehen, wird der Frieden menschlicher Beziehungen zu einer hoffnungsvollen Möglichkeit. Der relationale Modus des Fragenstellens operationalisiert diesen Frieden. Ob persönlich oder digital, menschliche Kommunikatoren sollten ihre instrumentalen Austauschhandlungen einer interpersonalen Herangehensweise dialogischer Fragen unterordnen. Daher, anstatt soziale Medieninteraktionen primär als Gelegenheiten für Übereinstimmungen oder Meinungsverschiedenheiten zu sehen, nährt man die Hoffnung auf menschliche Gemeinschaft, indem man Interaktionen mit einer Neugier angeht, die durch den ursprünglichen Ruf des Anderen genährt wird.
Kenneth R. Chase (Fr,) hat diese Frage untersucht.