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Hintergrund: Die Förderung der Autonomie der Klienten erfordert eine enge Koordination der Interaktionspraktiken zwischen Pflegekraft und Klient, was in videovermittelten Settings Herausforderungen mit sich bringen kann. Während videovermittelte Dienstleistungen zunehmend verbreitet sind, bleibt unklar, wie sie die Autonomie der Klienten in der Teleheimversorgung beeinflussen. Forschungsziel: Zu analysieren, wie die Videovermittlung die Autonomie der Klienten beeinflusst, wenn Pflegekräfte die Medikamenteneinnahme aus der Ferne durch videovermittelte häusliche Pflege leiten. Forschungsdesign: Dies ist eine gesprächsanalytische Fallstudie, die Videoaufnahmen von Begegnungen in der Teleheimversorgung verwendet. Der theoretische Ansatz basiert auf Ethnomethodologie und empirischer Ethik. Teilnehmer und Forschungsumfeld: Vier älteren Erwachsenen, die zu Hause wohnen, und drei Pflegekräfte nahmen an der Datensammlung teil; die Datenextrakte umfassen einen Klienten und zwei Pflegekräfte. Die Studie wurde in Finnland durchgeführt. Ethische Überlegungen: Besonders darauf geachtet wurde, die Rechte der Klienten in der häuslichen Pflege zu schützen. Eine ethische Erklärung für die Studie wurde vom Ethikkomitee der Region Tampere abgegeben. Ergebnisse: Die Videovermittlung erschwert die Interaktion aus der Ferne mit pflegebezogenen Artefakten aufgrund des begrenzten visuellen Zugangs der Pflegekräfte zu den Medikamenten und des gleichzeitigen Bedarfs des Klienten, sich an der verbalen Interaktion und der Medikamenteneinnahme zu beteiligen. Dies kann überwunden werden, indem die Anleitung in handhabbare Schritte unterteilt wird, die den Klienten dazu einladen, ihre Bereitschaft zur Einnahme der Medikamente zu konkretisieren und die Videovermittlungsgeräte und Medikamente nahe beieinander zu platzieren. Unterschiedliche Interaktionspraktiken und Arten der Platzierung von Videovermittlungsgeräten und Medikamenten haben Auswirkungen auf die Autonomie der Klienten. Diskussion: Das Verständnis der Autonomie der Klienten in digitalisierten Umgebungen erfordert eine empirische Untersuchung, die die Bedeutung verschiedener menschlicher und nicht-menschlicher Aspekte der Pflege anerkennt, die die Autonomie der Klienten prägen. Schlussfolgerungen: Um die Vorteile der videovermittelten häuslichen Pflege zu nutzen, sollte die Abhängigkeit von Kommunikationstechnologien vom Wohnraum und den Interaktionspraktiken anerkannt werden. Empirische ethische Forschung ist erforderlich, um normative Vorschläge zu entwickeln, die zu einer Vielzahl von Pflegesituationen passen.
Ilomäki et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.
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