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ZWECK: Der Einsatz einer standardisierten geriatrischen Beurteilung (GA), um Behandlungsentscheidungen bei älteren Erwachsenen mit Krebs zu informieren, verbessert die Lebensqualität, reduziert behandlungsbedingte Toxizität und wird in den Richtlinien empfohlen. Diese Studie hatte zum Ziel, das Wissen und die Nutzung von GAs durch Gemeinschafts-Onkologen zu bewerten. METHODEN: Zwischen September 2019 und Februar 2020 wurden in den USA praktizierende Onkologen eingeladen, an Live-Treffen teilzunehmen und webbasierte Umfragen auszufüllen, die Informationen zur Entscheidungsfindung bei der Behandlung und zu verschiedenen praxisbezogenen Herausforderungen in der onkologischen Versorgung sammeln sollten.ERGEBNISSE: Von den 349 befragten Onkologen praktizierten 74 % in einem Gemeinschaftssetting. Sechzig Prozent verwendeten keine formelle GA, um Behandlungsentscheidungen für ihre älteren Patienten zu informieren; die häufigsten Gründe, keine GA zu verwenden, waren „Zu umständlich, um in die Routinepraxis integriert zu werden“ (44 %) und „Bietet keinen zusätzlichen Wert über die umfassende Anamnese und körperliche Untersuchung hinaus“ (36 %). Validierte GA-Instrumente, die in der routinemäßigen klinischen Praxis verwendet wurden, umfassten: Mini-Mental-Status-Test (54 %), umfassende geriatrische Bewertung (23 %), Krebs- und Alterungsforschungsgruppen-Toxizitätswerkzeug (12 %) und Chemotherapie-Risiko-Beurteilungsskala für hochaltrige Patienten (9 %). Neunzehn Prozent der Onkologen waren sich keiner validierten GA-Instrumente bewusst. Der Leistungsstatus der Eastern Cooperative Oncology Group und Komorbiditäten waren die am häufigsten verwendeten Bewertungsfaktoren zur Informierung von Behandlungsentscheidungen (88 % bzw. 73 %). FAZIT: Viele Onkologen haben GA-Tools nicht integriert, weil sie der Meinung sind, dass GAs schwer umzusetzen sind oder keinen Mehrwert bieten. Eine verstärkte Aufklärung über die Vorteile der GA-gesteuerten Therapie könnte helfen, die Nutzung von GAs unter Gemeinschafts-Onkologen zu erhöhen.
Gajra et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.