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Dieser Artikel argumentiert, dass die israelischen Politiken, die nach der Einführung der Belagerung in Gaza umgesetzt wurden, einem Völkermord in Zeitlupe gleichkommen. Die Vereinten Nationen haben wiederholt vor den ernsthaften Konsequenzen der israelischen Belagerung gewarnt und festgestellt, dass Gaza bald unbewohnbar sein könnte. Miriam Berger, ‚Die U.N. sagte einst voraus, Gaza würde bis 2020 „unbewohnbar“ sein. Zwei Millionen Menschen leben immer noch dort‘, Washington Post, 2. Januar 2020, https://www.washingtonpost.com/world/2020/01/01/un-predicted-gaza-would-be-uninhabitable-by-heres-what-that-actually-means/. Die vorliegende Studie nimmt eine soziologische Perspektive ein und argumentiert, dass Völkermord als soziale Praxis und nicht nur als physische Auslöschung oder bloße Massenverfolgung einer Gruppe von Menschen verstanden werden sollte. Sie ordnet die Belagerung zudem in einen größeren siedlerkolonialen Rahmen ein und betont die prozessuale Natur der Nakba. Anhand von Daten, die durch halbstrukturierte Interviews mit palästinensischen Studierenden sowie Menschenrechtsberichten und historischen und soziologischen Materialien gesammelt wurden, erörtert dieser Artikel, wie Israel einen Völkermord in Zeitlupe gegen wehrlose Bevölkerungsgruppen im Gazastreifen begeht.
Mohammed Nijim (Do,) untersuchte diese Frage.