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Kinder lernen durch Zeugenaussagen viel über die Welt und können explizite Glaubensaussagen hören (z. B. "Ich glaube an Gott" oder "Klimawandel ist real") über Entitäten, deren Existenz umstritten ist. Vorangegangene Forschungen haben gezeigt, dass diese Aussagen, wenn sie von einem Elternteil geäußert werden, die Überzeugungen der Kinder über den Realitätstatus der Entität sowie ihre Überzeugungen über den gesellschaftlichen Konsens zu diesem Realitätstatus beeinflussen, im Gegensatz zu Aussagen, die nur den Glauben implizieren (z. B. "Gott lebt im Himmel"; Dore et al., 2019, Journal of Cognition and Development, 20, 35), was darauf hindeutet, dass Kinder sensibel für die Art der elterlichen Aussagen zur Realität sind. In dieser Studie haben wir getestet, ob explizite im Vergleich zu impliziten Glaubensaussagen von Fremden die Überzeugungen von Kindern unterschiedlich beeinflussen. Wir folgten den Verfahren von Dore et al. (2019, Journal of Cognition and Development, 20, 35), verwendeten jedoch Fremde, um Zeugenaussagen zu liefern, anstatt Eltern. Die Ergebnisse zeigten, dass explizite Glaubensaussagen von Fremden die Überzeugungen der Kinder nicht beeinflussten. Dieses Fehlen eines Effekts expliziter Glaubensaussagen im Vergleich zu impliziten deutet darauf hin, dass Kinder, obwohl sie für diese Aussagen, wenn sie von Eltern geäußert werden, sensibel sind, möglicherweise nicht für explizite Aussagen über die Realität, die sie von Fremden hören, sensibilisiert sind. Obwohl selbst sehr kleine Kinder oft Wörter und andere Fakten von unbekannten Sprechern lernen, deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass Nuancen, die in der elterlichen Sprache über die Realität wahrgenommen werden, möglicherweise in der Sprache von Fremden nicht erkannt werden.
Dore et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.