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Die absolute Monzytenzahl (AMC) steht in Zusammenhang mit der Mortalität bei einer Vielzahl medizinischer Bedingungen. Ihre prognostische Bedeutung bei myelodysplastischen Syndromen (MDS) ist weniger gut untersucht. Daher haben wir ihren potenziellen prognostischen Wert in einer Kohorte aus dem Düsseldorfer MDS-Register in Bezug auf das revidierte internationale prognostische Punktesystem (IPSS-R) untersucht. Eine AMC unter dem Median der Bevölkerung (<0,2 × 10^9/L) war mit mehreren ungünstigen Krankheitsmerkmalen assoziiert, wie niedrigeren Hämoglobinwerten, niedrigeren Zahlen von Neutrophilen und Thrombozyten sowie einem höheren Prozentsatz von Blasten im Knochenmark. MDS-Patienten mit einer AMC < 0,2 × 10^9/L hatten ein signifikant höheres Risiko für die Progression zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML). In einem univariaten, proportionalen Hazard-Modell wurde der Effekt der AMC als kontinuierliche Variable über p-Splines modelliert. Wir fanden einen U-förmigen Effekt mit dem niedrigsten Risiko bei etwa 0,3 × 10^9/L. Dementsprechend war eine AMC im letzten Quartil der Bevölkerung (0,4 × 10^9/L) mit einer reduzierten Gesamtüberlebensrate unabhängig von IPSS-R, jedoch nicht mit dem Risiko einer sekundären AML assoziiert. Die Betrachtung von Monzytenopenie als Risikofaktor für die Progression zu AML bei MDS könnte ein zusätzliches Argument für eine allogene Transplantation oder den Einsatz von hypomethylierenden Agenzien bei Patienten darstellen, die nach den aktuellen prognostischen Punktesystemen und/oder Empfehlungen keine klaren Kandidaten für solche Behandlungen sind. Weitere Studien sind erforderlich, um die prognostische Auswirkung der AMC im Kontext prognostischer Punktesysteme, unter Berücksichtigung des molekularen Risikoprofils, zu bewerten und die Mechanismen zu identifizieren, die für die höhere Mortalität bei MDS-Patienten mit subtiler Monzytose verantwortlich sind.
Silzle et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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