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Zusammenfassung Diese Forschung befasst sich mit der Untersuchung einer Keramikprobe, die im südlichen Sektor des Durrës-Amphitheaters entdeckt wurde, mit einem Schwerpunkt auf dem Verständnis ihrer Zusammensetzung, Herkunft und kulturellen Bedeutung. Die Probe zeigt Ähnlichkeiten mit Protostonepaste durch sorgfältige chemische Analysen, jedoch eine tiefere Korrelation mit Protostonepaste hinsichtlich der normativen Zusammensetzung. Trotz ihres porzellanartigen äußeren Erscheinungsbildes weist die Keramik eine chemische Konsistenz mit einer fein ausgewogenen Mischung aus zerkleinertem kaolinisiertem Leuco-Granitat, Fritten und Talk auf, die einen dominierenden Anteil von 60 % im Vergleich zu den anderen Bestandteilen ausmacht. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Keramik ihren Ursprung im Iran hat, insbesondere in den Gebieten Kashan und Qamsar, datierend auf das zwölfte Jahrhundert. Die geologischen Eigenschaften der Region haben die Auswahl der Rohmaterialien zur Herstellung von Hochtemperaturkeramiken erheblich beeinflusst. Darüber hinaus bestätigt das Vorhandensein von Arsen und Kobalt in der Glasur weiter ihre iranische Provenienz. Diese Entdeckung hebt die zentrale Rolle von Durrës als wichtigen Kanal für Ost-West-Interaktionen hervor, einschließlich seiner historischen Verbindungen zu Venedig. Handelsverbindungen zwischen Durrës und dem syrisch-iranischen Raum wurden bereits im zehnten Jahrhundert etabliert. Darüber hinaus wurde das analysierte Keramikfragment in einer Schicht entdeckt, die einem Zeitraum der Aufgabe innerhalb des produktiven Kontexts entspricht. Dieser Zeitraum datiert ins späte zwölften bis frühe dreizehnten Jahrhundert. Diese Ergebnisse bieten überzeugende Beweise für die anhaltende kommerzielle und wirtschaftliche Bedeutung dieses städtischen Sektors während der zentralen Jahrhunderte des Mittelalters.
Casolino et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.