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Zusammenfassung Wie werden Regierende in der internationalen Politik legitimiert? Aktuelle Ansätze zur Untersuchung der Legitimierung berücksichtigen nicht vollständig die Komplexität der Governance in der zeitgenössischen internationalen und globalen Politik, da sie ‚Quellen‘ der Legitimität vordefinieren und Veränderungen in den Erwartungen des Publikums hinsichtlich rechtmäßiger Herrschaft als exogen zu den Legitimierungsprozessen behandeln. Stattdessen synthetisiert dieser Artikel bestehende Modelle der Legitimierung mit relationaler Theorie, um zu argumentieren, dass Konstellationen institutioneller Komplexitäten eine analytische Konzentration auf Publikum und deren Erwartungen erfordern, die in Governance-Netzwerken eingebettet sind. Anschließend bietet er eine relationale Theorie der Legitimierung an, die die Mechanismen betont, die der Legitimierung zugrunde liegen: Legitimierung sollte als ein Prozess des Finden von Kongruenz zwischen den normativen Erwartungen der Akteure konzipiert werden. Eine Governance-Beziehung könnte durch mehrere Mechanismen, die auf der Ebene der Beziehung und im weiteren Netzwerk wirken, in Richtung größerer oder geringerer Kongruenz beeinflusst werden, wobei mehr Kongruenz stabilere Governance-Praktiken hervorbringt. Auf diese Weise baut die Theorie auf der Legitimierungsforschung auf, indem sie Wege entwickelt, um die Legitimierung in den unterschiedlichen Kontexten der internationalen Politik zu untersuchen: Sie vermeidet eine normative Hintergrundtheorie der Legitimitätsquellen und bietet einen verbesserten Rahmen zum Verständnis von Veränderungen in der Legitimität von Institutionen über die Zeit, indem sie endogene Mechanismen der Legitimierung berücksichtigt.
Wolfgang Minatti (Fr,) hat diese Frage untersucht.
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