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Die bestehende Literatur hat die Rolle moralischer Werte bei der Vorhersage von Klimaeinstellungen und -handlungen dokumentiert, jedoch überwiegend auf individueller Ebene. Dieser Ansatz ist zwar aufschlussreich, hat jedoch zwei Einschränkungen: Erstens ignoriert er die regionsspezifische Natur von umweltbewussten Entscheidungen in der realen Welt. In Wahrheit sind grüne Entscheidungen abhängig von einer vielfältigen Mischung lokaler Faktoren (z. B. Stadtplanung und staatliche Vorschriften), die gemeinsam die Ausdrucksweise der eigenen moralischen Werte in umsetzbares grünes Verhalten modulieren. Zweitens zielen Klimainterventionen oft auf soziale Strukturen und nicht auf Individuen ab, und effektive gemeindebezogene Interventionen erfordern nuancierte, gemeindezentrierte Erkenntnisse. In zwei Studien verwenden wir fortschrittliches bayesianisches geospatiales Modellieren, um zu untersuchen, wie moralische Werte auf Kreisebene grüne Einstellungen und tatsächliche Haushaltskohlenstoffemissionen vorhersagen können, nachdem wir das politische Verhalten und wichtige regionsspezifische Faktoren (z. B. Temperatur- und Niederschlagsanomalien, Bevölkerungsdichte) kontrolliert haben. Wir stellen fest, dass moralische Normen in 3.102 US-Kreisen in 48 Bundesstaaten einen signifikanten Teil der Varianz sowohl in grünen Einstellungen als auch in Haushaltskohlenstoffemissionen erklären. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Bezirke, in denen Reinheits- und Fairnessnormen vorherrschen, erhöhte grüne Bedenken und reduzierte Kohlenstoffemissionen aufweisen. Umgekehrt zeigen Bezirke mit vorherrschenden Autoritätsnormen reduzierte grüne Bedenken und erhöhte Emissionen. Darüber hinaus ist die politische Neigung eines Kreises der stärkste Prädiktor für grüne Einstellungen. Wenn es jedoch um den CO2-Fußabdruck geht, haben moralische Werte einen größeren Einfluss als politische Zugehörigkeiten. Unsere Ergebnisse auf Gemeindeebene haben kritische Implikationen für die moralische Psychologie des Klimawandels, die bei der Entwicklung regionsspezifischer Strategien helfen können.
Karimi-Malekabadi et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.