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Seit Russland im Februar 2022 die Ukraine überfallen hat, steht die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik unter intensivem Druck, sich an ein viel bedrohlicheres geopolitisches Umfeld anzupassen. Ungeachtet der Entscheidung der Führung, Veränderungen zu begrüßen, hat die Krise eine gewisse Beständigkeit des bisherigen Paradigmas 'zivile Macht' in Deutschland oder der Kultur der Zurückhaltung offengelegt. Ein kulturell-analytischer Ansatz zeigt, dass dauerhafte historische und ideationale Faktoren in der Identitätsbildung, die Verankerung der Außenpolitik in innerhalbländischen Institutionen und die enge Verbindung der europäischen Integration mit den grundlegenden Grundsätzen der deutschen Identität ihre Fähigkeit, entschlossen und ohne Umschweife zu handeln, selbst unter dramatisch veränderten Umständen, die im Konzept der Zeitenwende zusammengefasst sind, einschränken.
Molly O’Neal (Di,) hat diese Frage untersucht.
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