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Die meisten Diskussionen über Ehrfurcht in Psychologie und Philosophie beziehen sich auf Erfahrungen dieses Gefühls, die in Museen auftreten; diese Diskussionen konzentrieren sich jedoch oft ausschließlich auf die Ausstellung (z. B. das Kunstmeisterwerk) als Auslöser des Gefühls, und übersehen den räumlichen Kontext der Ausstellung – und damit die Rolle und Handlungsmacht des Kurators. Im Hinblick auf diese Auslassung argumentiere ich, dass die kuratorische Intervention entscheidend für die Auslösung von Emotionen in Museen ist und in Analysen von Ehrfurcht in diesen Räumen berücksichtigt werden sollte. Ich untermauere dieses Argument, indem ich mich mit interdisziplinärer Theorie zur Ehrfurcht auseinandersetze und zeige, wie kuratorische Intervention auf die Bestimmungsfaktoren von Ehrfurcht einwirken kann: Weitläufigkeit und das Bedürfnis nach Anpassung, sowie verbundene Zustände der Aufmerksamkeit. Ziel ist es, die Rolle des Kuratorischen in Erfahrungen von Ehrfurcht in Museen zu beleuchten und dadurch zu einem besseren Verständnis dieses Gefühls in den Bereichen Museumsstudien und Museumspraktik beizutragen.
Marzia Varutti (Sun,) studierte diese Frage.